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Welche Faktoren beeinflussen, ob psychisch belastete Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil Hilfen erhalten?

Erschienen in Zeitschrift "Kindheit und Entwicklung" 25. Jahrgang / Heft 2 / 2016

Autoren:

Stephanie Hefti, Michael Kölch, Alain Di Gallo, Rahel Stierli, Binia Roth und Marc Schmid

Zusammenfassung

Trotz der erheblichen Risiken für die Entwicklung der Kinder von psychisch kranken Eltern zeigen viele Studien, dass die betroffenen Familien psychosoziale Hilfsangebote aus den unterschiedlichsten Gründen nicht ausreichend nutzen können. Zentrale Fragestellungen der Studie sind sowohl die Inanspruchnahme von Hilfsangeboten in der Region Basel (Schweiz) durch psychisch kranke Eltern als auch Gründe, weshalb Angebote nicht genutzt werden. Zudem wurde nach Prädiktoren gesucht, wieso verhaltensauffällige Kinder mit geringerer Lebensqualität in dieser Risikopopulation keine adäquate psychiatrische Unterstützung erhalten. Untersucht wurden psychisch kranke Eltern (N = 101, 58.4%weiblich) in (teil‐) stationärer und ambulanter psychiatrischer Behandlung. Die Resultate zeigen, dass auch in einer psychosozial gut versorgten Region viele Familien von Hilfsangeboten nicht erreicht werden konnten. Gründe waren, dass die Angebote nicht bekannt waren, zu hohe Kosten oder Ängste der Eltern bezüglich Sorgerechtsentzugs. Elterlicher Stress erwies sich als signifikanter Prädiktor, weshalb verhaltensauffällige Kinder mit geringer Lebensqualität keine adäquate Hilfe erhalten. Diese Ergebnisse belegen, dass die vorhandenen Hilfsangebote die betroffenen Familien nicht erreichen. Die Elternschaft und der damit verbundene Stress sollten in der therapeutischen Arbeit mit diesen Eltern thematisiert werden.

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