Berufsbegleitende Weiterbildung Oktober 2016 - Oktober 2018 in Seewis.

Traumapädagogik ist eine pädagogische Bewegung, welche die neuesten Erkenntnisse der Psychotraumatologie mit deren Auswirkungen auf die Entwicklung und Verhaltensstrategien der Betroffenen berücksichtigt. Traumapädagogik versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, in den sich, basierend auf einer konsequenten verstehenden, wertschätzenden und freudvollen Haltung, viele vorhandene Methoden und pädagogische Ansätze einbinden lassen. Die Traumapädagogik fokussiert in ihren Verstehensmodellen neben innerpsychischen Abläufen ausdrücklich auf die Wechselwirkung innerhalb von Beziehungen und Systemen. Sie richtet ihre Förderansätze auf Stabilisierung und Selbstwirksamkeit aller Beteiligten aus.

Der Nachdiplomkurs (NDK) richtet sich an alle psychosozialen Fachkräfte.

Voraussetzung zur Teilnahme und Zertifizierung sind 3 Jahre Berufserfahrung nach Ausbildungsabschluss.

Ziele des NDK

  • Förderung der eigenen Stabilität und Handlungssicherheit in Interaktionen mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • Erhöhung von Freude und Gelassenheit im pädagogischen Alltag
  • Aufbau von diagnostischen Kompetenzen im Erkennen von Traumafolgesymptomen
  • Erhöhung von Mut und Zutrauen in der Begleitung und Beratung traumatisierter Mädchen und Jungen und ihrer Familien
  • Traumasensible Hilfeplanung im Helfersystem

Inhaltliche Übersicht

Modul 1 (26.-28.10.2016)

  • Einführung in die Psychotraumatologie
  • Diagnostik und traumapädagogisches Fallverstehen
  • Stabilisierung und erste Hilfe bei Dissoziation und traumatischer Wiedererinnerung

Modul 2 (11.-13.01.2017)

  • Geschichtlicher Hintergrund der Traumapädagogik
  • Traumapädagogische Haltung

Modul 3 (05.-07.04-2017)

  • Reinszenierung
  • Übertragung und Gegenübertragung
  • Bindung und Trauma

Modul 4 (30.08.-01.09.2017)

  • Trauma und Gruppe
  • Die Gruppe zur Stabilisierung nutzen
  • Biographiesensible Gesprächsführung in Gruppen
  • Methoden zur Selbstbemächtigung und Förderung der Emotionsregulation und des Selbstverstehens

Modul 5 (08.-10.11.2017)

  • Methoden zur Selbstbemächtigung und Resilienzförderung, Förderung der Sinnes- und Körperwahrnehmung
  • Überblick über traumatherapeutische Verfahren
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Traumatherapie und Traumapädagogik
  • Kooperation der Helfersysteme am Beispiel traumasenibler Hilfeplanung

Modul 6 (07.-09.03.2018)

  • Transgenerationale Weitergabe belastender und traumatischer Erfahrungen
  • Kooperation mit Herkunftssystem als sicherer Ort
  • Kommunikation und Beratung

Modul 7 (20.-22.06.2018)

  • Stabilisierende Strukturen und Rahmenbedingungen für einen sicheren Ort
  • Die Bedeutung der PädagogInnen in der Traumapädagogik
  • Sekundäre Traumatisierung und Burnout
  • Abschied – Bedeutung und Gestaltung von Übergängen

Modul 8 (24.-26.10.2018)

  • Kolloquium mit Projektpräsentationen

zusätzliches

2 Supervisionstage
die vor Ort mit den TeilnehmerInnen terminiert werden

1 schriftliche Falleingabe

Planung, Umsetzung, Dokumentation und Präsentation eines traumapädagogischen Praxisprojektes

Zertifizierung

Der NDK ist nach den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik (BAG-TP) konzipiert. Bei Erfüllung der Voraussetzungen (Modulteilnahme, Supervision, schriftliche Falleingabe, erfolgreiches Kolloquium) kann das Zertifikat der BAGTP/ DeGPT in Traumapädagogik und traumazentrierter Fachberatung erlangt werden.

ReferentInnen

Psychotherapeutin SBAP, Oberpsychologin Zentrum Liaison der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der UPK Basel

Lukas Burger

Sozialpädagoge HF mit Zertifikat in Traumapädagogik und Traumazentrierter Beratung

Sozialpädagogin HF, Ausbildnerin an der HFS Zizers

Fachberaterin für Psychotraumatologie, Gestalttherapeutin f. Kinder und Jugendliche, Systemische Beraterin, Jugend- und Heimerzieherin

Dr. biol.-hum. Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Leitender Psychologe der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der UPK Basel

lic. phil. Heilpädagogik, Ausbildner an der HFS Zizers


Veranstalter

Veranstalter ist das Zentrum für Liaison und Qualitätssicherung der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der UPK Basel in Kooperation mit der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) Zizers.

Veranstaltungsort

Hotel Scesaplana
CH-7212 Seewis-Dorf
+41 (0)81 307 54 00

Kosten

CHF 6‘500.- (zahlbar in Raten)
Zzgl. Kost und Logis

(Stand 2016, Änderungen sind vorbehalten)

Vollpension
EZ CHF 154.-
DZ CHF 129.-
Tagesgäste
Tagespauschale CHF 59.00

Auszug aus den AGB

Änderungen wegen Krankheit der ReferentInnen oder mangelnder Teilnehmerzahl müssen vorbehalten werden.

Donwloads

Flyer zum Kurs

Copyright © 2020 Traumapädagogik. Alle Rechte vorbehalten.